Ulrike Haerendel:
Von der "Mustersiedlung" zur "arisierten" Stadt.
Wohnungsmarkt, Wohnungspolitik und Wohnungsraub in München

Während Hitler die Umgestaltung Münchens zur monumentalen "Hauptstadt der Bewegung" plante, herrschte in der Stadt Wohnungsnot. Die Abkehr von der öffentlichen Subventionierung des Mietwohnungsbaus und die Konzentration auf das Siedlungswesen hatten schon in den ersten Jahren der NS-Herrschaft unzureichende Bauleistungen zur Folge. Im Krieg kam der zivile Wohnungsbau fast gänzlich zum Erliegen. Eine Ausweichstrategie lag in der "Arisierung" von Wohnraum, die im Rahmen der Verfolgung und Ermordung der Juden ins Werk gesetzt wurde.
Dr. Ulrike Haerendel ist freiberufliche Historikerin und hat zahlreiche Veröffentlichungen zu ‚München in der NS-Zeit' vorgelegt.

Veranstaltungsort:
Kulturzentrum Gasteig, Rosenheimer Straße 5
Vortragssaal der Stadtbibliothek

Eintritt frei