KLAUS BÄUMLER:
Thomas Mann und der "Protest der Richard-Wagner-Stadt" München

Der üble "Protest der Richard-Wagner-Stadt München", publiziert Ostern 1933 in den gleichgeschalteten "Münchner Neuesten Nachrichten", trieb Thomas Mann in die Emigration. Seit seiner 1922 gehaltenen Rede "Von deutscher Republik" hatte sich Thomas Mann für die Demokratie eingesetzt und sich offen gegen die als "Obskuranten" bezeichneten Nationalsozialisten gestellt. Schon vor dem Hitler-Putsch bezeichnete er München hellsichtig als "die Stadt Hitlers, ..., die Stadt des Hakenkreuzes". Der von 45 Münchner Persönlichkeiten unterzeichnete "Protest" war den NS-Machthabern Anlass, die bürgerliche und wirtschaftliche Existenz Thomas Manns in München zu vernichten.

Veranstaltungsort:
Kulturzentrum Gasteig, Rosenheimer Straße 5
Vortragssaal der Stadtbibliothek

Eintritt frei
Anmeldung möglich ab 14. Februar 2004